JBOD Datenrettung

JBOD (Just a Bunch Of Disks) – Bei diesem RAID handelt es sich eigentlich gar nicht um ein RAID, da weder Redundanz noch Performance erhöht werden. Bei JBOD werden mehrere Festplatten lediglich miteinander verbunden und als eine große logische Festplatte dargestellt. Es ist ein sehr flexibles System, weil es Festplatten mit unterschiedlichen Größen und Geschwindigkeiten unterstützt. Leider ergibt sich wie bereits erwähnt keine Redundanz und somit keine Sicherheitsgewährleistung.

In einem JBOB ergibt der Zusammenschluss von 3 Festplatten mit 1, 2 und 3 TB ein Gesamtvolumen von 6 TB. Bei einem RAID 0 mit denselben 3 Festplatten ergäbe sich ein Gesamtvolumen von lediglich 1 TB. Der Grund dafür ist die unterschiedliche Arbeitsweise der beiden Systeme. RAID 0 ist immer auf die Größe der kleinsten Festplatte beschränkt, weil er die Daten in Stripes gleichmäßig verteilt. Ein JBOD verknüpft die Festplatten einfach nur miteinander. Jede Festplatte kann dabei seinen Teil zum Ganzen hinzutun, ganz unabhängig von ihrer Kapazität. Wenn bei RAID 0 Festplatten verschiedener Größen und Performance benutzt werden, wird das System so arbeiten, als wären alle Festplatten so groß wie die Kleinste und so schnell wie die Langsamste. JBODs sind aufgrund der nicht vorhandenen Redundanz sehr fehleranfällig und führen häufig zu Datenverlust.

Recovery Engineering

Durch Reverse Engineering und das komplette Verständnis der von RAID-Controllern benutzten Algorithmen kann Digital Recovery in den meisten Fällen eine erfolgreiche Datenrettung erreichen.

Spezifische Probleme

Bei einem JBOD verliert der Benutzer den Zugriff auf alle Daten, sobald eine einzige Festplatte ausfällt. Eigentlich ist der einzige Gewinn die praktische Möglichkeit mehrere Festplatten verschiedener Größen zu einer großen logischen Platte zusammenzufügen, anstatt mehrere einzelne Festplatten zu haben.

Siehe auch

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